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Kundenbericht - Gilbert Petit-Jean

  • 2. März 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Modernste Ausrüstung für renommierte Uhrwerke


Das Unternehmen Petitjean des Brenets, das sich seit 45 Jahren auf die Montage von Uhrwerken spezialisiert hat, liefert jährlich bis zu 400.000 Uhrwerke an renommierte Uhrenmarken. Ohne den Einsatz geeigneter Werkzeuge wären solche Stückzahlen undenkbar. So begann vor mehr als 30 Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem in Biel ansässigen Unternehmen Lecureux.


Der Ruf der Lecureux SA ist zu einem grossen Teil der Erfindung des ersten elektrischen Schraubendrehers für die Uhrenindustrie in den frühen 1960er Jahren zu verdanken. Auch wenn das Unternehmen seine Produktpalette seitdem erweitert hat, ist der Schraubendreher nach wie vor ein Bestseller und ein Maßstab in vielen Uhrenunternehmen.


Garantierte Produktivität und Qualität


Die sorgfältige Arbeit beim Zusammenbau eines Uhrwerks umfasst das Aufnehmen und Eindrehen von durchschnittlich zwanzig Schrauben. Diese Vorgänge, die von Hand mit einer Pinzette ausgeführt werden, sind besonders heikel und vor allem zeitaufwendig. Der Einsatz eines elektrischen Saugspannfutter-Schraubers hat die Zeit für das Setzen und Eindrehen der Schrauben deutlich verkürzt und gleichzeitig die Qualität erheblich gesteigert.


Philippe Petitjean, Geschäftsführer des Unternehmens, schätzt, dass sich die Produktivität dank dieser Ausrüstung verfünffacht hat. „Dass die Monteure nun auf Pinzetten verzichten können, war ein großer Fortschritt. Die große Stärke von Lecureux liegt jedoch darin, dass sie ihre Schraubendreher mit verschiedenen Automaten kombiniert haben, wodurch diese zu echten Produktionswerkzeugen werden.“ Vorgänge wie das Eindrehen von Schrauben, das Ölen oder das Messen von Spielräumen können so in der Nebenzeit durchgeführt werden.


Das Unternehmen aus Les Brenets, das seit langem an große Stückzahlen gewöhnt ist, hat regelmäßig in Produkte von Lecureux investiert und verfügt heute über rund 150 Schraubendreher und 120 Maschinen aller Generationen. Zu diesem großen Maschinenpark gehören zwei vor einigen Jahren angeschaffte Automatisierungslinien, die bald durch eine dritte ergänzt werden, die bereits bestellt ist. Es handelt sich also um erhebliche Investitionen, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr interessant. „Diese Anlagen wären für Kleinserien oder für Uhrwerke mit einzelnen Schrauben nicht geeignet. Andererseits sind sie perfekt auf unsere Stückzahlen und auf Uhrwerke abgestimmt, in denen mehrere Schrauben gleicher Größe verbaut werden“, erklärt Philippe Petitjean.


Die Bedeutung modernster Ausrüstung wird noch deutlicher, wenn man weiss, dass das Unternehmen – je nach laufenden Aufträgen – bis zu 25’000 Schrauben pro Tag verarbeitet. „Das wichtigste Kriterium ist die Stärke des Anzugs- und Lösemoments. Einmal korrekt eingestellt, erfüllen die Schraubendreher von Lecureux ihre Funktion langfristig und ohne Präzisionsverlust.“


Ständige Weiterentwicklung


Das Unternehmen aus Biel hört auf seine Kunden und entwickelt laufend innovative Lösungen. „Lecureux hat seine Werkzeuge schon immer anhand des Kundenfeedbacks verbessert. Die neue Generation von Schraubendrehern ermöglicht beispielsweise eine bessere Kontrolle der Schraubkraft, zudem wurde die Qualität der Bits verbessert. Diese Änderungen reduzieren das Risiko, Schrauben zu beschädigen, erheblich.“


Auch ergonomische Verbesserungen werden regelmässig vorgenommen, um die Anwendung zu erleichtern. „Der Umgang mit elektrischen Schraubendrehern muss gelernt werden. Hat man die Handhabung jedoch einmal verinnerlicht, werden sie schnell unverzichtbar.“ Dennoch bedeutet der Innovationsdrang nicht, dass Bewährtes verdrängt wird.


Im Gegensatz zu vielen heutigen Produkten, die schnell veralten – ob geplant oder nicht –, haben die Schraubendreher von Lecureux den Vorteil, reparierbar zu sein. Es kommt daher nicht infrage, ein Modell von vor einigen Jahren einfach zu entsorgen. „Von den Bits bis zu den Stecknüssen garantiert Lecureux Ersatzteile – unabhängig vom Alter des Schraubendrehers“, bestätigt Philippe Petitjean. „Mit minimalem Wartungsaufwand sind diese Produkte äusserst zuverlässig, was natürlich wesentlich zum Ruf des Herstellers beigetragen hat.“ Dadurch konnte Petitjean SA über Jahrzehnte hinweg die hohen Anforderungen seiner Kunden hinsichtlich Qualität und Termintreue erfüllen.


Menschliche Beziehungen und Servicequalität sind entscheidend


Qualität, Zuverlässigkeit und Preis sind selbstverständlich wichtige Bestandteile eines Produkts – doch ohne guten Service wäre das Gesamtpaket nicht vollständig. „Wir hatten immer einen sehr guten Kontakt zu unserem Lieferanten, sowohl mit der Geschäftsleitung als auch mit den Technikern. Die Reaktionszeiten sind hervorragend und der technische Support äusserst kompetent. Falls ein Problem nicht telefonisch gelöst werden kann, ist innerhalb von 24 bis maximal 48 Stunden ein Techniker vor Ort. Zu wissen, dass man ernst genommen wird und Gehör findet, ist ein echter Mehrwert.“


Die Zukunft sieht vielversprechend


Die Uhrenindustrie, die regelmässig Schwankungen ausgesetzt ist, musste in diesem Jahr – wie viele andere Branchen – eine beispiellose Krise bewältigen.

Philippe Petitjean erklärt dazu: „Zulieferer der Uhrenindustrie sind es gewohnt, auf die Veränderungen der Marken zu reagieren. Auf Phasen der Euphorie mit hohem Personalbedarf folgen leider oft schwierigere Zeiten, in denen Stellenabbau unvermeidbar wird. Die Herausforderung besteht dann darin, mit kleinen Teams Termine einzuhalten und gleichzeitig bereit zu sein, auf neue Anforderungen zu reagieren. Aktuell befinden wir uns wieder in einer solchen Phase steigender Nachfrage – seit Mitte August ist eine deutliche Wiederaufnahme der Aktivitäten spürbar.


Das lässt auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit zwischen Petitjean und Lecureux hoffen.

 
 
 

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